Millionen von Käufern weltweit mit einer Prime-Mitgliedschaft besuchen Amazon während des Prime Day und durchstöbern die Angebote oder suchen gezielt nach lukrativen Rabatten auf bestimmte Produkte aus ihrer Wunschliste.
Seit dem ersten Prime Day an Amazons 20. Geburtstag im Jahr 2015 bricht das Event jedes Jahr zuverlässig den Umsatzrekord des Vorjahres. 2024 haben Prime-Mitglieder mehr eingekauft und gespart als an jedem bisherigen Prime Day und weltweit über 14,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben.
Hier ist ein kurzer Blick auf die Statistiken. Ab 2016 zeigen die geschätzten weltweiten Umsätze von Amazon am Prime Day von 2016 bis 2024 (in Milliarden US-Dollar) einen stetigen Anstieg.

Dein Vorteil liegt klar auf der Hand:
Mehr Traffic = mehr mögliche Verkäufe + die Chance, die eigene Markenbekanntheit zu steigern.
Die nicht so gute Nachricht?
Wenn du möchtest, dass deine Produkte und Angebote am Prime Day sichtbar sind, kommst du um Amazon Ads nicht herum. Werbeplätze auf Amazon sind daher während dieser Zeit besonders hart umkämpft und entsprechend teurer.
Aber hey, lass dich davon nicht abhalten, auf Amazon zu werben! Die Teilnahme am Prime Day hat generell ein großes Umsatzpotenzial. Nutzer kaufen am Prime Day mit größerer Wahrscheinlichkeit und Amazon Ads verzeichnen entsprechend mehr Conversions.
Teilweise warten Schnäppchenjäger auf die Event-Tage, weil sie mit Angeboten rechnen. Aber auch Impulskäufe sind zu der Zeit generell hoch.
Du fürchtest den Wettbewerb? Das brauchst du nicht. Deine Amazon PPC-Anzeigen können trotz der Konkurrenz gut abschneiden, wenn du:
- dich richtig vorbereitest,
- deine PPC-Kampagnen genau überwachst,
- schnell Anpassungen während des Prime Day vornimmst,
- und Follow-up-Kampagnen nach dem Event laufen lässt.
Wie genau kannst du das alles umsetzen? Ich erkläre es dir genau. Lies also weiter.
Pro-Tipp
Schaltest du bereits Amazon Ads? Dann prüfe zunächst, ob du die Basics für eine gute Amazon PPC Strategie erfüllst und deine Anzeigen auf einem soliden Fundament aufbauen.
1. Vorher: Wie bereite ich mich auf den Amazon Prime Day vor?
Lass uns loslegen! Hier sind die wichtigsten Punkte, die du berücksichtigen solltest, wenn du nicht nur deine Amazon Prime Day Strategie vorbereitest, sondern auch Werbekampagnen, Listings und Logistik:
- 2 Wochen vor dem Prime Day: Mit Amazon PPC-Werbung starten
- Historische Prime Day Daten durchsehen
- Die richtigen Produkte auswählen
- Die richtigen Amazon Ads Kampagnentypen wählen
- Defensivstrategie für den Prime Day: Auf eigene Brand-Keywords bieten (Defend Strategy)
- Tägliches Werbebudget erhöhen
- Lagerbestand aufstocken, Amazon FBM-Option vorbereiten
- Amazon Produktlistings (auf mobile Ansicht hin) optimieren
Bonus: Vermeide 5 kostspielige Amazon Ads Fehler am Prime Day
Willst du die häufigsten Fallen vermeiden, die deine Prime Day Ergebnisse ruinieren?
Hol dir unseren kompakten Leitfaden mit den 5 kostspieligsten Amazon Ads Fehlern – und wie du sie behebst.
>>> PDF hier herunterladen
Wann ist der Amazon Prime Day 2026?
Die Termine für den Prime Day 2026 wurden noch nicht offiziell bekannt gegeben. Amazon gibt die Termine normalerweise im Frühling bekannt. Halte also Ausschau nach offiziellen Ankündigungen von Amazon, wenn es so weit ist.
Basierend auf den Vorjahren fand der Prime Day durchweg im Juli statt. Das kannst du vorerst als Planungsanker nutzen.

2 Wochen vor dem Prime Day: Mit Amazon PPC-Werbung starten
Wenn du noch keine Amazon Ads Kampagnen geschaltet hast, solltest du spätestens 2 Wochen vor dem Prime Day damit beginnen. Warum?
- Laut Amazon-Umfragen kaufen 75% der Käufer am Prime Day mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Produkt, das sie bereits im Vorfeld des Events entdeckt haben.
Es lohnt sich daher, bereits in den Wochen vor dem eigentlichen Event den kaufwilligen Amazon-Nutzern die eigenen Produkte zu präsentieren und somit Verkäufe vorzubereiten. Ich empfehle dir, vor und während des Prime Day Sponsored Ads zu schalten.
Es gibt noch einen weiteren Grund. Werbekampagnen brauchen mindestens 2 Wochen, um genügend Daten für die PPC-Optimierung zu sammeln:
- Welche Keywords, Kategorien und ASIN-Targetings funktionieren gut?
- Welche sollten von einer automatischen in eine manuelle Kampagne überführt werden, um am Prime Day gezielt auf sie zu bieten?
Liegen ausreichend Daten vor, können diese Fragen bereits vor dem Prime Day beantwortet werden. Basierend auf den Ergebnissen kannst du deine Amazon PPC-Kampagnen optimieren, sodass dein Werbebudget während des Events selbst höchst effizient eingesetzt wird.

Schau dir deine historischen Daten an
Wer schon etwas länger auf Amazon verkauft, sollte auch noch einmal in die Daten der Vorjahre schauen und sich fragen:
- Welche Produkte verkauften sich gut?
- Welche Keywords hatten eine besonders gute Performance?
- Welche nicht?
Deine Antworten auf diese Fragen sind ein guter Startpunkt, um eine Amazon Prime Day Strategie zu entwickeln.
Amazon Prime Day 2022: 3 wichtige Erkenntnisse
Nach Juli 2022 haben wir die Ärmel hochgekrempelt und sind tief in die Adspert-Daten eingetaucht. Wir sind zu 3 zentralen Erkenntnissen über den Prime Day 2022 gekommen:
- Käufer waren sich der Verkaufsaktion sehr wohl bewusst & warteten mit ihren Einkäufen auf diesen Tag.
- Die Käufer konzentrierten sich auf niedrigpreisige Artikel.
- Weniger Wettbewerb – Weniger Unternehmen haben geworben, und diejenigen, die es getan haben, mussten ihre Gebote nicht allzu stark erhöhen.
Alle Erkenntnisse basieren auf einer tiefgehenden Analyse. Wenn du dich für weitere Details wie die Conversion-Rate rund um den Prime Day, Kosten pro Conversion, Conversion-Wert und mehr interessierst, lies den vollständigen Bericht mit allen drei Erkenntnissen zum Amazon Prime Day 2022.

Die richtigen Produkte auswählen
Wie jeder andere auch bist du vielleicht versucht, deine schlecht laufenden Produkte am Prime Day loszuwerden. Die Vermeidung von Langzeitlagergebühren ist sehr verlockend.
Wo ist der Haken? Diese Strategie kann funktionieren, aber sie kann auch nach hinten losgehen. Wenn die Verkäufe des Produkts bereits extrem schwach waren, wird der Prime Day daran wahrscheinlich nichts ändern.
Es macht mehr Sinn, dein Werbebudget zu investieren in:
- Produkte mit Deals (z.B. Lightning Deals, Coupons)
- Bestseller
- Gut bewertete Produkte (mehr als 3,5 Sterne)
Zusätzlich zu erhöhten Verkäufen kann die Bewerbung deiner Top-Performer auch gleichzeitig deren Sales Rank verbessern.
Und mit diesem Anstieg siehst du möglicherweise auch noch Wochen nach dem Prime Day höhere Verkaufszahlen (sogenannter Brand-Halo-Effekt).

Amazon Ads Kampagnentypen
Sobald du eine Idee davon hast, welche Produkte du in deine Amazon Prime Day-Strategie einbeziehen willst, kannst du mit der Auswahl der Kampagnentypen UND des Targetings fortfahren.
Sponsored Products-Kampagnen
Wenn du dich entscheidest, Anzeigen im Rahmen von Sponsored Products zu schalten, denke an strategisches Targeting. Du kannst nach Folgendem ausrichten:
- Produkttyp
- Brand / Marke
- Produkt-Preis
- Einzel-/Mehrfach/-Großpackungen
- Keyword-Typ
- und Ähnliches
Die strategische Ausrichtung ermöglicht es dir, Keywords spezifischer zu bewerben. Zudem kannst du so die Performance einzelner Kampagnen und Produkte besser überwachen.
Eine weitere bewährte Vorgehensweise ist die Verwendung eines einheitlichen Schemas für die Kampagnenbenennung (z. B. PrimeDay2022_Produkttyp_Keyword-Typ). Langfristig hilft dir das auch, deine Kampagnen zu überwachen.
Sponsored Brands-Kampagnen
Es empfiehlt sich, neben den Sponsored Product Ads zusätzlich auch Sponsored Brands-Kampagnen vor und während des Prime Day zu schalten. So kannst du in der verkaufsstarken Zeit mehr Werbeplätze besetzen.
Das verschafft dir eine maximale Sichtbarkeit, um mehr Käufer auf deine eigene Marke und deine Produkte aufmerksam zu machen, was wiederum deine Verkaufschancen erhöht.

Defend Strategy für den Prime Day: Biete auch auf deine eigenen Brand Keywords!
Nicht selten bieten Amazon Seller und Vendoren auch auf die Marken-Begriffe und -Produkte der Konkurrenz. Warum? Weil sie damit den Brand Traffic der Wettbewerber abgreifen können, um darüber die eigenen Produkte zu promoten!
Sofern du bisher nicht auf die eigenen Brand Keywords bietest, solltest du dies zumindest während der Prime Day tun, um deine eigene Marke zu schützen (Defend Strategy).
Tagesbudget erhöhen
- Gehe zu Amazon Seller Central
- Erhöhe dein Tagesbudget 2 Wochen vor dem Prime Day.
- So erhöhst du die Sichtbarkeit deiner Produkte und sammelst die Daten, die du zur Optimierung deiner Kampagnen benötigen wirst.
Spätestens am Prime Day selbst sollte das tägliche Budget dann mindestens doppelt so hoch sein wie gewöhnlich. Wenn du kannst, ist es sogar noch besser, wenn du den Betrag verdreifachst, um die Erfolgschancen zu erhöhen.
Stocke deinen Lagerbestand auf und bereite zur Sicherheit Amazon-FBM vor
Das schlimmste, was die während des Aktionstage passieren kann, ist “out-of-stock” zu geraten. Daher solltest du frühzeitig deinen Lagerbestand checken, ggf. aufstocken und Artikel rechtzeitig an Logistikzentren versenden.
Viele andere Händler machen das Gleiche, was Engpässe in Lieferung und Versand verursachen kann. Am besten verdoppelst oder verdreifachst du daher die Vorlaufzeit.

Selbst wenn du genügend Lagerbestand hast, kann es passieren, dass deine Lieferungen nicht rechtzeitig rausgehen. Für diesen Fall solltest du zur Sicherheit Amazon FBM vorbereiten (Fulfilled by Merchant). Falls mit FBA etwas schiefgeht, hast du bereits einen Plan B und musst nicht in letzter Minute hektisch nach einer Lösung suchen.
Die Nutzung von Amazon FBM bedeutet nicht, dass du alles tatsächlich selbst verschicken musst. Du kannst selbstverständlich auch vorab Vereinbarungen mit einem externen Lager oder einem Lieferanten treffen, der den Versand im Fall der Fälle an deiner Stelle übernehmen soll.
Amazon Produktlistings (auf mobile Ansicht hin) optimieren
Generell solltest du deine Produkt-Listings regelmäßig optimieren, um deine organischen Verkäufe zu steigern. Solltest du gerade erst damit anfangen, auf Amazon zu werben, gilt dies umso mehr.
Für den Amazon Prime Day gehört ein (erneuter) Listing-Check aber definitiv auf die Checkliste. Es reicht nicht aus, deine Listings einfach nur „up-to-date“ zu halten!
Schau dir jede Produktdetailseite an und optimiere:
- Produkttitel
- Produktbeschreibung
- Bilder
- alle weiteren Elemente der Produktdetailseite

Optimiere deine Produktdetailseiten für mobile Geräte
Mobile-Verkäufe werden immer häufiger, also solltest du deine Produktlistings auch für die mobile Ansicht optimieren.
Wann hast du zuletzt überprüft, wie dein Listing auf deinem Handy aussieht? Krempel die Ärmel hoch und stelle sicher, dass deine Mobilansicht auf Amazon Folgendes ansprechend enthält:
- Hauptbild
- weitere Bilder
- nach den Bildern: knackiger Text, der alle wichtigen Punkte in Kürze enthält
- eventuell auch Tabellen (z.B. dieses Produkt vs. Konkurrenz)
- Produktvideo (vor allem bei einem erklärungsbedürftigen Produkt!)
Amazon Prime Day Marketing-Strategie: Aktionen und Kanäle außerhalb von Amazon
PPC-Setup ist nur ein Teil des Puzzles. Neben deinen Kampagnen gehören zwei weitere Säulen auf deine Pre-Prime-Day-Checkliste: Aktionen und Marketing außerhalb von Amazon.
Die Einführung eines kleinen Coupons oder eines Rabatts von 5–10% in den Wochen vor dem Prime Day hilft dabei, Verkaufsmomentum aufzubauen und signalisiert dem Amazon-Algorithmus „Deal-Würdigkeit“, bevor der Wettbewerb seinen Höhepunkt erreicht.
Wenn der Prime Day kommt, stelle sicher, dass deine Top-SKUs irgendeine Form von Deal-Badge tragen.
Du brauchst keinen riesigen Rabatt, aber ein gut getimter Nachlass von 15–20% auf deine Bestseller – oder sogar nur auf deine profitabelste Variante – kann Sichtbarkeit und Conversion deutlich steigern.
Synchronisiere deine Kanäle außerhalb von Amazon mit deinen Amazon Ads
Wenn du rund um den Prime Day E-Mail-Kampagnen versendest oder in Social Media postest, müssen deine Amazon-Werbekampagnen bereit sein, diesen Traffic zu erfassen.
Käufer, die deine Marke in ihrem Posteingang oder auf Instagram sehen, gehen oft zu Amazon, um zu prüfen, ob der Deal dort verfügbar ist.
Wenn deine Produkte in diesem Moment nicht ganz oben in der Suche stehen, gibst du diese Kaufabsicht praktisch an die Konkurrenz ab.
In der Praxis bedeutet das:
- E-Mails an mehreren Touchpoints an beiden Prime Day-Tagen versenden (morgens, mittags und abends) und diejenigen nachfassen, die die erste Nachricht nicht geöffnet haben
- Countdown-Timer einbauen, um Dringlichkeit zu erzeugen und Klicks zu fördern
- SMS für eine Erinnerung am letzten Abend nutzen, um Last-Minute-Käufer zu erreichen
- Sicherstellen, dass deine Top-of-Search-Kampagnen (die speziell darauf ausgelegt sind, die erste Platzierung in den Amazon-Suchergebnissen zu gewinnen) über ausreichende Tagesbudgets verfügen, bevor externe Maßnahmen live gehen

Wir fassen noch einmal zusammen: Du solltest deine Amazon Ads Strategie frühzeitig vorbereiten. Prüfe eigene historischen Daten (falls vorhanden) und wähle die richtigen Produkte für Prime Deals aus.
Schau dir außerdem Berichte zu früheren Events an, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was du von anderen Amazon Sellern und Vendoren erwarten kannst. Du kannst auch bei Amazon nach weiteren Tipps für Prime Day-Werbung suchen.
Starte deine Amazon PPC-Kampagnen mindestens 2 Wochen vor dem Prime Day. Wenn du noch keine Sponsored Brands-Anzeigen schaltest, ist es jetzt an der Zeit.
Fülle das Lager auf und erwäge, auch Amazon FBM vorzubereiten, um Lieferungen zu beschleunigen. Klingt nach einer Menge Arbeit? Es wird sich lohnen, wenn der Prime Day kommt!
2. Während: Amazon Prime Day-Marketingstrategie
Während des Amazon Prime Day ist die Überwachung deine wichtigste Aufgabe. Wenn wir Überwachung sagen, meinen wir nicht nur PPC-Monitoring, sondern auch das Monitoring deines Inventars und der Kundenbewertungen.
Überwache deine Amazon PPC-Kampagnen
Während des Prime Day solltest du die Performance deiner Kampagnen regelmäßig prüfen und ggf. nachjustieren.
Vorteile der Überwachung deiner Werbekampagnen:
- Vermeide, dass dein Budget zu früh aufgebraucht ist – erhöhe dein Tagesbudget rechtzeitig, falls es zu früh am Tag verbraucht wird
- Pushe deine Top-Performer – nimm ad-hoc Gebotsanpassungen für Keywords oder Produktausrichtungen (ASINs, Kategorien usw.) vor, die besonders gut performen. Durch die Erhöhung der Gebote für deine Top-Performer generierst du noch mehr Impressionen und erhöhst die Chancen, den Umsatz zu maximieren
- Vermeide Geldverluste – wenn deine Anzeigen nicht genügend Impressionen und Klicks erhalten, könnte das bedeuten, dass die Konkurrenz dich schlägt. Erhöhe deine Gebote, um am Prime Day der Konkurrenz voraus zu sein und verschwende dein Werbebudget nicht.

Behalte deinen Lagerbestand im Blick
Den Lagerbestand vor dem Prime Day zu erhöhen, ist genauso wichtig wie die Überwachung der Lagerbestände während des Verkaufs. Wenn der Lagerbestand eines Produkts gegen 0 geht, handle schnell!
Out-of–stock zu geraten hat negative Auswirkungen auf Verkäufe und Werbekampagnen. Sorge also dafür, dass es nicht dazu kommt.
Wenn du feststellst, dass du Probleme mit dem Lagerbestand bekommen könntest, dann solltest du in Erwägung ziehen, auf Amazon FBM zurückzugreifen und deine Bestellungen selbst zu verschicken. Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast, solltest du dafür bereits ein System haben.
Reagiere unmittelbar auf Kundenanfragen und -bewertungen
Während des Prime Days vergleichen Käufer häufig mehrere Produkte miteinander und stellen vermehrt Fragen an die einzelnen Verkäufer. Wenn du hier schnell reagierst und Antworten lieferst, kannst du dir meist einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen.
Reagiere so schnell wie möglich auf jede Kundenanfrage und Bewertung Das könnte genau das sein, was dich von der Konkurrenz abhebt und den Verkauf abschließt!
Extra-Tipp: Sollten bestimmte Fragen häufiger vorkommen oder daraus hervorgehen, dass die Produktbeschreibungen nicht ausreichend sind, solltest du diese schnell auf den Produktdetailseiten aktualisieren. So beantwortest du bereits die häufigsten Fragen zu deinen Produkten und sparest dir Zeit im Kundenservice.

Kurz gesagt, du wirst während des Prime Day auf Amazon sehr beschäftigt sein. Du solltest deine Amazon PPC-Kampagnen mit einer Hand überwachen und mit der anderen auf die Kunden reagieren.
Es kann sein, dass du irgendwann überfordert bist und dir einige Antworten durchrutschen oder du einen Tag verpasst, um deine Amazon-Anzeigen zu optimieren.
Das ist okay, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Aber was auch immer du tust, vergiss nicht deinen Lagerbestand! Wenn dir die Ware ausgeht, verlierst du Verkäufe und verschwendest dein Werbebudget.
3. Nachher: Strategie für Prime Day Aftersales
Der Verkaufsevent ist vorbei – aber dein Verkaufshoch muss es nicht sein! Mit diesen Tipps für deine Amazon Prime Day Strategie kannst du noch lange profitieren:
Lass gute Amazon PPC-Kampagnen länger laufen
Auch nach dem Prime Day stöbern Kunden weiter auf Amazon nach Produkten, die sie während des Events nicht gekauft haben. Schließlich ist das Verkaufsevent auf nur 48 Stunden begrenzt und Käufer haben es vielleicht einfach verpasst, aber hoffen weiterhin auf Deals nach dem Prime Day.
Schalte also deine Amazon-Werbung nicht gleich nach dem Ende des Events ab.
Wenn einige deiner Kampagnen wirklich gut performen, lass sie weiterlaufen. Schau dir deinen Gewinn an. In vielen Fällen macht es Sinn, einen Teil des Gewinns in Online-Werbung zu investieren, um neue Verkäufe zu generieren.

Nutze Sponsored Display für Retargeting
Einige Käufer haben deine Produktdetailseite zwar aufgerufen, aber während des Prime Day nicht zugeschlagen? Dann sind sie die perfekte Zielgruppe für Remarketing (oder Retargeting)!
Vielleicht haben sie den Kauf nicht rechtzeitig abgeschlossen oder haben nach dem Hinzufügen des Artikels zum Warenkorb abgebrochen. Vielleicht hatten Käufer keine Gelegenheit, ihre Recherche abzuschließen, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Oder sie brauchen einfach noch mehr Anreize für die finale Entscheidung.
Wenn du ihnen nun Werbung für dein Produkt auf UND außerhalb von Amazon zeigst, könnte das der kleine Anstoß sein, den sie brauchen, um dein Produkt zu kaufen.
Wie du Sponsored Display Ads für Retargeting aufsetzt?
- Öffne deinen Amazon Advertising-Account
- Erstelle eine Sponsored Display-Kampagne
- Wähle als Targeting-Option “Weitervermarktung nach Aufrufen” (Views Remarketing)
Plane mehr Zeit für Support-Anfragen und Retouren ein
Während der Prime Day eine gute Gelegenheit ist, den Umsatz zu steigern, musst du auch mit erhöhtem Arbeitsaufwand im Zusammenhang mit der Nachbereitung des Events rechnen. Schließlich erhältst du, wenn du mehr Produkte verkaufst, auch mehr:
- Kundennachfragen
- Retouren
- Rückerstattungen
In deiner eigenen Zeitplanung für die Wochen run um dem Prime Day solltest du daher für den Support etwas mehr Zeit einkalkulieren.

Halte wichtige Erkenntnisse für die nächsten Amazon-Events fest
Ob der Prime Day nun so gut lief wie erwartet oder nicht, eines gewinnst du als Amazon Verkäufer auf jeden Fall: wertvolle Erkenntnisse. Stelle dir die folgenden Fragen und halte die Antworten fest.
So kannst du einen kurzen Bericht darüber erstellen, was gut gelaufen ist und was nicht:
- Welche Keywords, ASINs und Produktkategorien liefen gut?
- Welche eher schlecht?
- Welche Produkte haben sich besonders gut verkauft?
- Welche besonders schlecht? Welches Tagesbudget ist optimal?
- Mit welchen Geboten hast du die beste Sichtbarkeit erreicht?
Tracke auch die Performance über die gesamte Woche hinweg, nicht nur während des 48-stündigen Events.
Die Conversion-Raten sinken typischerweise 2-3 Tage vor dem Prime Day, während Käufer stöbern und ihre Warenkörbe füllen, aber steigen dann während des Events sprunghaft an und bleiben oft eine Woche oder länger danach erhöht.
Wenn du den ACoS nur während der 48 Stunden misst, kann das die tatsächliche Wirkung deiner Maßnahmen unterschätzen.
Schau dir Veränderungen im organischen Ranking, Seitenaufrufe und kombinierte Verkaufstrends über die gesamte Woche an, um ein genaueres Bild davon zu bekommen, was funktioniert hat.

Alles nützliche Informationen, die du für das nächste Amazon-Event nutzen kannst, wie z.B.
- Amazon Black Friday
- Amazon Cyber Monday
- einen möglichen zusätzlichen Prime Day im Oktober
- oder eben den nächsten Prime Day
Fazit: Der Prime Day ist zwar vorbei, aber du kannst auch darüber hinaus noch profitieren. Ein wichtiger Teil deiner Amazon Prime Day Strategie sollte darin bestehen, den Verkaufshype zu verlängern.
Wie? Finde heraus, welche PPC-Kampagnen am erfolgreichsten waren und lass sie weiter laufen. Nutze sie als deinen Touchpoint mit potenziellen Käufern.
Nutze Sponsored Display Anzeigen für Retargeting. Locke alle Nutzer zurück, die deine Produktdetailseite besucht, aber den Kauf nicht abgeschlossen haben. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie beim zweiten Mal ihr Portemonnaie zücken!
Und zu guter Letzt: Check deine Berichte. Tauche in die Analytics-Daten ein, analysiere deine Amazon PPC-Performance und nutze die Erkenntnisse für das nächste Amazon-Verkaufsevent.
4. Special: Prime Day-Strategien für Adspert-Nutzer
Automatische Amazon PPC-Optimierung während Verkaufs-Events
Du kannst also mit einer guten Planung, frühen Vorbereitung, einer durchdachten Werbestrategie sowie Optimierung deine Umsätze am Prime Day in die Höhe treiben.
Falls du Adspert zur Optimierung deiner Amazon PPC-Kampagnen nutzt, haben wir hier noch ein paar zusätzliche Empfehlungen für dich. Wenn du Adspert nutzt, kannst du den Event-Modus aktivieren.
Adspert Event-Modus
Im Kern konzentriert sich die Optimierung von Adspert auf Skalierbarkeit und Robustheit. Gebote werden schrittweise angepasst. Warum? Weil für gewöhnlich ein einzelner Tag mit höherer oder niedrigerer Conversion-Rate nicht gleich bedeutet, dass es einen Trend gibt und die Conversion-Rate auch in Zukunft weiterhin erhöht bzw. verringert sein wird. Im “Normal-Betrieb” erhöht oder senkt unsere smarte KI daher die Gebote nicht sprunghaft.
Zu bestimmten Events – wie z. B. dem Prime Day – sind solche “Sprünge” in den Geboten jedoch oftmals nötig. Adspert verfügt daher über einen Event-Modus.
Der Event-Modus macht es einfach, schnell auf veränderte Conversion-Raten und CPCs für die Dauer eines Verkaufs-Events zu reagieren.

Während globaler Events wie dem Prime Day schaltet Adspert automatisch auf den Event-Betrieb um. Dieser überschreibt zeitweise die sonst moderate Gebotsanpassung in Adspert. Dadurch ist der Algorithmus in der Lage, die Gebote auch in kürzester Zeit massiv anzupassen – sowohl nach oben (verkaufsstarke Events) als auch nach unten (verkaufsschwache Events).
Darüberhinaus geht der Algorithmus für die Dauer des Events (max. 14 Tage) von einer deutlichen Veränderung in den Kern-Metriken aus (z.B. deutlich erhöhte/verringerte Conversion-Rate oder stark erhöhte/verringerte CPCs) und berücksichtigt dies in den Gebotsabgaben.
Nach Abschluss des Events schaltet Adspert dann wieder automatisch auf den “Normal-Betrieb” um und die Gebote werden auf das Level von vor dem Event zurückgestellt.
Abschließende Gedanken
Eine Strategie zu entwickeln, kann eine harte Nuss sein, die es zu knacken gilt. Es gibt so viel zu bedenken: Deine Produkte, Prime Day-Angebote, Produktdetailseiten, Logistik und darüber hinaus, wie du deine Amazon PPC-Strategie handhabst.
In diesem Artikel haben wir dir nützliche Tipps für die Vorbereitung auf den Amazon Prime Day zusammengestellt. Dabei haben wir unterschieden, was vor, während und nach der Verkaufsveranstaltung zu tun ist.
Wir hoffen, dass wir dir dabei helfen konnten, das schwierige Projekt „Vorbereitung auf den Prime Day“ in eine leichter zu bewältigende Aufgabe zu verwandeln.
Was ist die Quintessenz? Wenn du alle oben aufgeführten Tipps und Schritte befolgst, werden deine Amazon PPC-Anzeigen während des Prime Day höchstwahrscheinlich besser performen und deine Verkäufe sollten steigen.
FAQ – Adspert Event-Modus
Muss ich den Adspert Event-Modus selbst aktivieren oder bearbeiten?
Nein. Der Event-Modus ist ein von Adspert verwalteter Service. Das bedeutet, dass es hierzu keine Benutzeroberfläche gibt und die Funktion im Backend (Hintergrund) läuft.
Adspert Enterprise-Kunden haben allerdings die Möglichkeit, den Event-Modus individuell zu modifizieren. Wenn du einen Enterprise-Plan hast, kannst du z.B. bestimmen, dass statt des gesamten Accounts nur ausgewählte Kampagnen im Event-Modus optimiert werden sollen. Zudem kannst du die Zeiträume für die Aktivierung/Deaktivierung des Event-Moduses individuell festlegen. Und du kannst als Enterprise-Kunde neben globalen Events sogar eigene Events definieren. Zur Modifizierung des Event-Moduses oder zur Erstellung eigener Events wendest du dich an deine/n Adspert Ansprechpartner/in. Diese/r nimmt dann die gewünschten Einstellungen am Event-Modus für deine Kampagnen und Zeiträume vor.
Sollte ich die Ziele meiner Performance-Gruppen in Adspert anpassen?
Ja. Wir empfehlen:
- Passe die Optimierungsziele deiner Performance-Gruppen an im Hinblick auf globale Verkaufsevents wie Prime Day, Cyber Monday oder Black Friday. Setze zum Beispiel ein höheres ACoS-Ziel, um deine Produkte sichtbarer zu machen.
- Auch bei Performance-Gruppen mit einem Kosten/Monat-Ziel empfehlen wir, das Ziel ein paar Tage vor dem positiven (verkaufsstarken) Event anzuheben und bei einem negativen (verkaufsarmen) Event zu senken.
- Kunden mit Enterprise-Zugang können zudem festlegen, dass nur bestimmte Kampagnen oder Performance-Gruppen im Event-Modus laufen sollen. Dazu wendest du dich an deine/n Adspert Ansprechpartner/in, der/die die Einrichtung dann übernimmt. Dazu wendest du dich an deine/n Adspert Ansprechpartner/in, der/die die Einrichtung dann übernimmt.
Worauf sollte ich während eines Shopping Event noch achten?
Es ist sehr wichtig, dass du deine Budgets während eines verkaufsstarken Events erhöhst. Adspert wird die CPCs während eines positiven Events sehr wahrscheinlich erhöhen.
Falls dafür nicht ausreichend Budget vorhanden sein sollte, kann der Effekt des Event Features wirkungslos bleiben. So könnte es vorkommen, dass deine Werbeanzeigen nicht den gesamten Tag über ausgespielt werden, weil dein Budget zu früh am Tag aufgebraucht wurde. Dadurch würdest du wertvollen Traffic in den Abendstunden verlieren. Daher sollte das Tagesbudget deiner Kampagnen während Verkaufs-Events unbedingt erhöht werden – ganz unabhängig davon, ob du Adspert nutzt oder nicht.