Manchmal ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, welches Ziel man der KI für die Optimierung der eigenen PPC-Kampagnen vorgeben soll. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine übersichtliche Liste der vier Zieltypen in Adspert erstellt – inklusive Definitionen und Erklärungen.
Wenn du die Anwendungsfälle und die Funktionsweise von PPC-Zielen wie Kosten pro Tag, Kosten pro Conversion, ROAS und Cost Revenue Ratio (CRR bzw. Kosten-Umsatz-Verhältnis (KUR)) oder Advertising Cost of Sales (ACoS) verstehst, kannst du deine PPC bid management und PPC-Kampagnen effektiver optimieren.
Lies weiter, um mehr über diese PPC-Zielarten zu erfahren und finde die beste Strategie, um deine Werbeziele zu erreichen.
Was sind PPC-Ziele?
Bei Adspert sind PPC-Ziele mehr als nur Gebotsvorgaben. Sie fungieren als strategische Optimierungsrahmen, die bestimmen, wie unsere KI deine Kampagnen innerhalb einer Performance-Gruppe optimiert.
Jede Performance-Gruppe wird auf ein gemeinsames Ziel hin optimiert. Egal, ob es darum geht, den Umsatz zu maximieren oder ein bestimmtes Effizienzziel wie ACoS, ROAS oder Kosten pro Conversion zu erreichen.
Die Wahl des richtigen PPC-Ziels beeinflusst, wie aggressiv der Algorithmus das Wachstum pusht, wie streng er die Rentabilität schützt und wie er dein Budget verteilt.
Schauen wir uns jetzt an, welche PPC-Zieltypen du in Adspert auswählen kannst.
Umsatz maximieren
Einsatzzweck: Generiere so viele Verkäufe wie möglich, während du die täglichen Kosten unter Kontrolle hältst.
Umsatz maximieren ist der neue Name für das bisherige Ziel „Kosten pro Tag“. Der Wert für die täglichen Ausgaben heißt jetzt „Tägliches Kostenlimit“.
Dieses Ziel ist die Standardeinstellung für alle neuen Performance-Gruppen, weil es dir und der KI von Adspert den bestmöglichen Ausgangspunkt für die Optimierung bietet – besonders zu Beginn.
Umsatz maximieren gibt dem Algorithmus genügend Flexibilität, um zu lernen, wie deine Kampagnen performen, und eine solide Datengrundlage aufzubauen.
Hinweis: Abhängig von Änderungen in deinem Konto oder am Markt kann Adspert das festgelegte tägliche Kostenlimit leicht über- oder unterschreiten. Falls du ein festes Budgetlimit benötigst, lege es in deiner ursprünglichen Werbeplattform als Tagesbudget fest (z. B. direkt über die Amazon Ads Plattform).
Sobald das Budget erreicht ist, stoppt die Werbeplattform die Anzeigenschaltung und verhindert, dass Adspert mehr als das festgelegte tägliche Kostenlimit ausgibt.
Cost per Conversion (Kosten pro Conversion)
Anwendungsfall: Maximierung der Conversions bei vorgegebenen Zielkosten
Hinweis: Überprüfe zunächst die historischen Kosten pro Conversion für die letzten 30 Tage. Lege dann einen neuen Wert für die Kosten pro Conversion fest, der nicht mehr als 20% unter dem historischen Wert liegt!
Jede Änderung, die größer als 20% ist, kann die Performance beeinträchtigen. Passe stattdessen die Kosten pro Conversion schrittweise um jeweils weniger als 20% an. Sobald das neue Ziel erreicht ist, stellst du es erneut ein.
Beispiel: Die historischen Kosten pro Conversion der letzten 30 Tage betragen 10 €. Ziel ist es, diesen Wert zu senken.
Passe zunächst die Kosten pro Conversion auf 8 € (10 € * 0,8) an. Wenn Adspert sich dem Ziel nähert, passt du die Kosten pro Conversion erneut um 20 % an, d. h. auf €6,4 (€8 * 0,8).
ROAS
Anwendungsfall: Erreichen eines bestimmten Ziel-ROAS (Return on Ad Spend).
Hinweis: Prüfe zunächst den historischen ROAS der letzten 30 Tage. Lege dann einen neuen ROAS fest, der nicht mehr als 20 % des historischen Werts beträgt! Jede Änderung, die größer als 20 % ist, kann die Performance beeinträchtigen.
Passe stattdessen das ROAS-Ziel schrittweise um jeweils weniger als 20 % an. Sobald das neue Ziel erreicht ist, stellst du es erneut ein.
Beispiel: Der historische ROAS der letzten 30 Tage beträgt 2,0. Ziel ist es, ihn zu erhöhen.
Zunächst wird der ROAS auf 2,4 (2,0 * 1,2) angepasst. Wenn Adspert das Ziel fast erreicht hat, passe den Zielwert erneut um 20% auf 2,88 (2,4 * 1,2) an.
Werbekosten des Umsatzes (ACoS) oder Kosten-Umsatz-Verhältnis (KUR)
Anwendungsfall: Dieses Ziel ist dem ROAS-Ziel ähnlich. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Erfolg etwas anders gemessen wird, indem die Werbekosten durch die Einnahmen geteilt werden.
Hinweis: Prüfe zunächst die historische KUR oder ACoS für die letzten 30 Tage. Lege dann einen neuen KUR- oder ACoS-Wert fest, der nicht weniger als 20 % des historischen Werts beträgt! Jede Änderung, die größer als 20 % ist, kann die Performance beeinträchtigen.
Passe stattdessen das KUR( bzw. CRR)- oder ACoS-Ziel schrittweise um jeweils weniger als 20 % an. Sobald das neue Ziel erreicht ist, stellst du es erneut ein.
Beispiel: Die historische KUR oder ACoS der letzten 30 Tage beträgt 20 %. Ziel ist es, diesen Wert zu senken. Setze deinen Zielwert zunächst auf 16% (20% * 0,8). Wenn Adspert das Ziel fast erreicht hat, passe ihn erneut um 20% auf 12,80% (16% * 0,8) an.
So legst du PPC-Ziele fest (Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger)
Bei der Wahl des richtigen PPC-Ziels geht es nicht darum, sofort den niedrigsten ACoS anzustreben. Es geht darum, dein Ziel mit deinen Kampagnendaten und deiner aktuellen Phase abzustimmen.
1. Starte mit Umsatz maximieren
Alle neuen Performance-Gruppen beginnen mit Umsatz maximieren, weil es die nötige Flexibilität bietet, damit der Algorithmus lernen kann.
2. Warte, bis du genügend Daten hast
Umsatzbasierte Ziele wie ACoS, ROAS oder Kosten pro Conversion erfordern ausreichend Conversion-Daten. In Adspert werden diese Ziele automatisch freigeschaltet, sobald deine Performance-Gruppe 30 Conversions in den letzten 30 Tagen erreicht hat.
3. Überprüfe deine Kampagnen vor dem Wechsel
Bevor du dein PPC-Ziel auf ein umsatzbasiertes änderst, prüfe, ob alle Kampagnen innerhalb der Performance-Gruppe Conversions generiert haben.
Kampagnen mit 0 Conversions sollten in eine separate Performance-Gruppe mit dem Ziel Umsatz maximieren verschoben werden.
4. Passe schrittweise an
Vermeide es, dein Ziel um mehr als 20% auf einmal zu ändern. Kleinere, schrittweise Anpassungen ermöglichen es der KI, sich anzupassen und stabilere Ergebnisse zu liefern.
Wie der Ziel-Fit-Score dir hilft, realistische PPC-Ziele zu setzen
PPC-Ziele festzulegen, kann sich anfühlen wie Rätselraten. Besonders wenn du unsicher bist, ob dein angestrebter ACoS oder ROAS realistisch ist. Hier kommt Adsperts Ziel-Fit-Score ins Spiel.
Der Ziel-Fit-Score bewertet, wie gut dein gewähltes Ziel zu deiner Performance-Gruppe passt – basierend auf Faktoren wie Budget, historischer Performance, Kampagnenreife und aktuellen Trends.
Anstatt dich auf dein Bauchgefühl zu verlassen, erhältst du einen datenbasierten Hinweis darauf, ob dein Ziel erreichbar ist.

Unrealistische PPC-Ziele – besonders zu aggressive ACoS-Vorgaben – können den Algorithmus einschränken und das Wachstum bremsen. Wenn das Ziel nicht zu deiner aktuellen Datenbasis passt, kann die Performance stagnieren, anstatt sich zu verbessern.
Die visuellen Farbsignale (grün, gelb, rot) machen es einfach, auf einen Blick zu erkennen, ob dein Ziel gut abgestimmt ist oder angepasst werden sollte.
In Kombination mit schrittweisen Anpassungen (nicht mehr als +-20% Unterschied auf einmal) hilft dir der Ziel-Fit-Score dabei, auf stabile und kontrollierte Weise zur Rentabilität zu gelangen.
Wie Szenarien dir helfen, PPC-Ziele zu testen, bevor du sie umsetzt
Selbst mit Daten und Orientierung kann es sich riskant anfühlen, PPC-Ziele zu ändern. Hier sorgen Szenarien für eine zusätzliche Portion Sicherheit.
Adsperts Szenarien nutzen deine echten Kontodaten kombiniert mit vorausschauender KI, um zu prognostizieren, wie sich unterschiedliche Zielwerte auf Conversions, Umsatz und Effizienz auswirken könnten. Und das alles, bevor du irgendwelche Änderungen anwendest.
Anstatt auf Trial-and-Error zu setzen, kannst du testen, ob ein strengeres ACoS-Ziel oder ein höherer ROAS-Wert voraussichtlich das Volumen reduziert oder die Rentabilität verbessert.

Das hilft, kostspielige Überreaktionen zu vermeiden und schützt dein Budget vor aggressiven Zieländerungen, die nicht zu deiner Kampagnenreife passen.
Wenn du Ziel-Fit-Score mit vorausschauenden Szenarien kombinierst, wechselst du vom Rätselraten zur datenbasierten Entscheidungsfindung. Und setzt deine PPC-Ziele mit deutlich mehr Klarheit und Kontrolle.
Häufige PPC-Zielfehler, die du vermeiden solltest
- Zu früh unrealistische ACoS-Vorgaben setzen
Wenn deine Kampagnen noch nicht genügend Conversions generiert haben, kann der Wechsel zu einem aggressiven ACoS-Ziel die Performance einschränken, anstatt sie zu verbessern. - Zu früh von „Umsatz maximieren“ auf anderes Ziel wechseln
Nur weil umsatzbasierte Ziele freigeschaltet werden, heißt das nicht automatisch, dass der richtige Zeitpunkt für den Wechsel gekommen ist. Stabile Conversion-Daten sollten deine Entscheidung leiten. - Ziele zu häufig ändern
Häufige Anpassungen können die Optimierung stören und verhindern, dass der Algorithmus konsistente Performance-Trends aufbaut. - Kampagnen mit sehr unterschiedlichen Performance-Leveln in einer Performance-Gruppe mischen
Kombiniere Gleiches mit Gleichem. Kampagnen mit null oder sehr wenigen Conversions sollten nicht dasselbe umsatzbasierte PPC-Ziel teilen wie reife Kampagnen.
Fazit
Die Auswahl des richtigen Zieltyps ist entscheidend für ein effektives PPC-Management in Adspert.
Wenn du die Anwendungsfälle und die Funktionsweise der verschiedenen Optimierungsziele wie Kosten pro Tag, Kosten pro Conversion, ROAS und Cost Revenue Ratio (CRR bzw. Kosten-Umsatz-Verhältnis (KUR)) oder Advertising Cost of Sales (ACoS) verstehst, kannst du die am besten geeignete Strategie bestimmen und dein PPC-Management verbessern.
Denke daran, zunächst deine historische Daten zu überprüfen und Anpassungen dann schrittweise vorzunehmen, wenn du neue Ziele setzt, um erhebliche Leistungseinbrüche zu vermeiden.
Mit diesem Wissen über die Zieltypen in Adspert bist du bestens gerüstet, um deine Kampagnen effektiv von der KI optimieren zu lassen und bessere PPC-Ergebnisse zu erzielen.